Die Kardinalsgarnele

Die unter dem wissenschaftlichen Namen Caridina dennerli bekannte Kardinalsgarnele stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum, wo viele Zwerggarnelenarten ihre Heimat besitzen. In der freien Natur sind diese Garnelen vor allem in Indonesien vorzufinden. Aus diesem Grund wird diese Art zu den Sulawesi-Garnelen gezählt. Viele Garnelen dieser Art besitzen eine intensiv rote Färbung. Dieser Aspekt ist verantwortlich für die Namensgebung der Kardinalsgarnele. Jedoch besitzen nicht alle Kardinalsgarnelen eine hellrote Färbung. Einige Exemplare können auch weinrot, blau und teilweise lila gefärbt sein. Dieses breite Farbenspektrum sorgt dafür, dass die Kardinalsgarnele zu den optisch attraktivsten Zwerggarnelen gehört, die in der heutigen Zeit bekannt sind. Der gesamte Körper dieser Garnelenart ist mit weißen Punkten übersät, wodurch weitere Farbakzente gesetzt werden. Auch die Scheren dieser Garnelen sind weiß gefärbt. Die Kardinalsgarnele kann eine Körpergröße von bis zu 2 Zentimetern erreichen. Auffallend ist, dass diese Garnelenart über eine schlanke Körperstatur verfügt. Die Garnelen gelten als äußerst friedlich und zeigen nur selten Aggressionen gegen ihre Artgenossen oder andere Tierarten. Ihrer schönen Färbung hat es die Kardinalsgarnele zu verdanken, dass die Tiere inzwischen auf der ganzen Welt in Aquarien gehalten werden und mit großer Leidenschaft von Liebhabern der Garnelen gezüchtet werden, um farblich attraktive Exemplare zu züchten.

Die Nahrung der Kardinalsgarnele

Vergleicht man die Fressgewohnheiten der Kardinalsgarnele mit denen anderer Zwerggarnelen, so ist festzustellen, dass sich diese Art hauptsächlich von vegetarischer Nahrung ernährt. Da die Garnelen in der freien Wildbahn auch in Gewässern vorkommen, die lediglich einen geringen Pflanzenwuchs vorweisen können, hat sich die Kardinalsgarnele auf diese Lebensbedingungen angepasst und stellt in Bezug auf die Auswahl der pflanzlichen Nahrung keine großen Ansprüche, sondern frisst dies, was sie in ihrem Lebensraum beim Abweiden des Grundes vorfindet. Auch bei der Haltung in einem Aquarium sind die Ansprüche an das Fressen der Kardinalsgarnele nicht nennenswert. In der Regel geben sich die Garnelen mit Flockenfutter zufrieden. Der Halter kann den Garnelen jedoch eine kleine Freude bereiten, indem er es gestattet, dass sich im künstlichen Habitat einige Algen ansetzen, denn diese zählen wie bei vielen anderen Zwerggarnelen auch, zu den Leibspeisen der Kardinalsgarnele und werden sehr gerne vertilgt. Eine ausgewogene Ernährung ist erforderlich, sodass die Gesundheit der Kardinalsgarnele gewährleistet ist. Wenn diese Garnelenart in einem Aquarium gehalten werden soll, so gilt es jedoch, noch weitere Aspekte zu beachten, um auf diese Weise eine artgerechte Haltung und die Zufriedenheit der Kardinalsgarnele sicherzustellen.

Die Haltung von Kardinalsgarnelen in einem künstlichen Becken

Aufgrund ihrer außergewöhnlich schönen Färbung erfreut sich die Kardinalsgarnele bei den Aquarienbesitzern auf der ganzen Welt an einer sehr großen Beliebtheit. Diese Tatsache ist nur wenig verwunderlich, denn diese Tiere stellen einen absoluten Blickfang in jedem Becken dar. Aus diesem Grund ist die Kardinalsgarnele auch in deutschen Aquarien auf dem Vormarsch. Die eigentliche Haltung dieser Garnelenart gilt als schwierig und ist daher nicht für jeden Aquarienbesitzer möglich. Eine gewisse Erfahrung im Bereich der Garnelenhaltung sollte auf jeden Fall vorhanden sein, bevor diese Garnelen in einem Becken gehalten werden. Vor allem die richtigen Bedingungen in Bezug auf die Werte des Wassers zu finden, gestaltet sich nicht wirklich leicht, denn die Kardinalsgarnele bevorzugt einen ph-Wert, welcher in etwa zwischen 7,9 bis 8 liegt. Dies erfordert erfahrene Aquarienbesitzer, die sich über die Ansprüche der Garnelen im Klaren sind. Bei der Haltung von Kardinalsgarnelen ist weiterhin die Temperatur des Wassers wichtig. Diese sollte sich etwa zwischen 26-32 Grad bewegen, da es diese Art gerne eine gewisse Wärme im Wasser bevorzugt. Auch die entsprechende Einrichtung des Beckens trägt zum Wohlbefinden der Kardinalsgarnele bei. Daher ist es sinnvoll, das Aquarium den Vorlieben der Garnelen anzupassen. Da die Bedingungen für die Haltung der Garnelen hohe Ansprüche mit sich bringen, ist ein reines Garnelenaquarium eine gute Wahl, um auf diese Weise vollkommen auf die Bedürfnisse der Garnelen eingehen zu können. Die aus Asien stammende Kardinalsgarnele mag es, wenn sich im Aquarium eine dichte Bepflanzung befindet. Zwar leben die Garnelen auch in Gewässern, in welchen ein karges Pflanzenvorkommen herrscht, aber dennoch wird eine pflanzliche Einrichtung im Becken gerne angenommen. Zudem ist es ratsam, den Garnelen einige Rückzugsmöglichkeiten in Form von Höhlen und Unterschlüpfen zu bieten. So ist es den Kardinalsgarnelen möglich, sich zurückzuziehen, falls es zu Streitigkeiten unter den Tieren kommt, was jedoch nur äußerst selten der Fall ist, da diese Art als friedlich gilt. Jedoch kann mit den entsprechenden Rückzugsmöglichkeiten im Aquarium dafür gesorgt werden, dass der Stresspegel von den Garnelen möglichst niedrig gehalten wird, was der Gesundheit der Tiere sehr förderlich ist. Wie andere Zwerggarnelen auch lebt die Kardinalsgarnele am liebsten in einer Gruppe aus mehreren Tieren. Aus diesem Grund sollten die Garnelen niemals alleine oder paarweise in einem Becken gehalten werden. Die Haltung der Kardinalsgarnele mag nicht einfach sein und einige Schwierigkeiten mit sich bringen, doch am Ende lohnt sich der Aufwand, denn diese Garnelen sind wunderschöne Tiere, die jedes Aquarium optisch aufwerten. Bei der richtigen Haltung kann es zudem dazu kommen, dass sich die Garnelen fortpflanzen. Ist dies der Fall, kann der Halter die Garnelen züchten und außergewöhnliche Farbkombinationen sein Eigen nennen.

Die Fortpflanzung und Jungtiere der Kardinalsgarnele

Die Vermehrung der Kardinalsgarnelen findet im Süßwasser statt und kann daher auch ohne jegliche Probleme in dem vorhandenen Becken erfolgen. Die Art der Fortpflanzung ist in der Natur und in einem künstlichen Becken nahezu identisch. Nach der Eiproduktion des Weibchens häutet sich dieses und presst dabei die Eier aus seinem Körper. Bei diesem Vorgang werden die Eier vom Samen eines Männchens befruchtet. Anschließend bewahrt die weibliche Kardinalsgarnele die Eier weitere 3-4 Wochen unter ihrem Hinterleib auf und sorgt sich um den noch nicht geschlüpften Nachwuchs. Dank der Fürsorge des Muttertieres ist es den Jungen möglich, sich in Ruhe zu entwickeln, denn direkt nach dem Schlüpfen sind die jungen Garnelen bereits vollkommen selbstständig und nicht mehr auf die Pflege der Mutter angewiesen. Da die Erziehung des Nachwuchses komplett entfällt, hat das Weibchen die Chance, direkt neue Eier zu produzieren. Dadurch ist eine rasche Vermehrung dieser Art ermöglicht. In der Regel entlässt ein Weibchen 15-20 Jungtiere auf einmal in die Welt. Die Besitzer eines Aquariums haben deswegen die Chance, sich schnell eine große Gruppe zu züchten. Je nach Kombination der verschiedenen Färbungen der Kardinalsgarnele ist es möglich, schöne Nachkommen zu erhalten. Die Jungtiere ähneln ihren Eltern im Aussehen bereits sehr. Damit sich die jungen Kardinalsgarnelen gut entwickeln können, ist eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig, denn diese hilft dabei, die Häutung zu vereinfachen. Der Häutungsvorgang gehört zum Aufwuchs der Zwerggarnelen und gerade in den ersten Monaten ihres Lebens müssen sich die Jungtiere einige Male häuten, da ihr farbenfroher Panzer nicht mit dem Körper wächst und daher abgeworfen werden muss, damit die Garnele wachsen kann.