Beleuchtung im Aquarium

Ein Aquarium muss beleuchtet werden, damit sich Pflanzen und Tiere gut entwickeln können und somit auch die Wasserwerte im Becken ideal bleiben. Sich ausschließlich auf das Tageslicht zu verlassen, das in einen Raum einfällt, ist nicht ratsam: Dieses Licht kann insbesondere die Pflanzen in einem Aquarium nicht ausreichend versorgen. Auch sonnige Stellplätze für ein Aquarium stellen hier keine Lösung dar: Sie können vielmehr sogar nachteilig sein, da sie beste Bedingungen für ein schnelles Algenwachstum im Aquarium liefern. Aus diesen Gründen muss der Aquarianer auf eine künstliche Beleuchtung zurückgreifen. Vorrichtungen zur Beleuchtung befinden sich in gängigen Aquarien in der Abdeckung. Hier kommen häufig Leuchtstoffröhren zum Einsatz. Die Aquaristik wäre aber kein solch spannendes Thema, wenn es bei der Beleuchtung nicht auch viele Unterschiede und Besonderheiten zu beachten gäbe.


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Beleuchtungsarten

Neben den schon angesprochenen Leuchtstoffröhren, die in unterschiedlicher Leistungsfähigkeit angeboten werden, eignen sich in bestimmten Fällen auch HQL-Leuchten und HQI-Lampen, um ein Aquarium zu beleuchten. Wichtig bei der Auswahl ist vor allem, dass man berücksichtigt, welche Tiefe das Aquarium aufweist. HQL-Leuchten und HQILampen kommen vor allem für ein Aquarium infrage, das tiefer als 40 Zentimeter ist und/oder ohne Abdeckung betrieben wird. Welche Wattstärke dabei gewählt werden sollte, hängt ebenfalls von der Wassertiefe im Aquarium ab. HQI-Lampen haben sich zudem bei Aquarien durchgesetzt, die Meerwasser nutzen. Im Idealfall sollten sich angehende Aquarianer, bevor sie ein Aquarium mit entsprechender Ausrüstung kaufen, im Fachhandel auch in puncto Beleuchtung ausgiebig beraten lassen.

Extras in Sachen Beleuchtung

In Bezug auf die Beleuchtung für ein Aquarium gibt es viele Extras, die zum Teil auch sehr sinnvoll sind, das Aquarium besser in Szene setzen können und zum Teil auch positive Auswirkungen auf das kleine Ökosystem haben können. Mit Dimmern kann der Aquarianer einen Sonnenaufgang und -untergang künstlich simulieren. Dies kann für die Lebewesen in einem Aquarium angenehmer sein als das plötzliche Ein- und Ausschalten der Beleuchtung. Um die Beleuchtung in einem Aquarium zu optimieren, empfiehlt sich von Fall zu Fall zudem der Einsatz eines Reflektors. Er kann helfen, die Beleuchtungsstärke für das Aquarium merklich zu steigern. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn lichthungrige Pflanzen im Aquarium gepflegt werden. Beachtung sollten Aquarianer auch dem Umstand schenken, dass Leuchtstoffröhren für das Aquarium in unterschiedlichen Lichtfarben angeboten werden. Spezifische Lücken im Spektrum können zum Beispiel dazu beitragen, dass Algen weniger gute Voraussetzungen für eine schnelle Vermehrung auffinden.

Geeignete Beleuchtungszeiten

Ein Aquarium zu beleuchten ist selbstverständlich nicht nur aus bilogischen Gründen sinnvoll. Auch der Aquarianer erfreut sich über ein gut ausgeleuchtetes Aquarium, kann er so seine Tiere und Pflanzen doch viel besser betrachten. Dennoch sollte man es mit der Beleuchtung für ein Aquarium nicht übertreiben: Dieses könnte negative Auswirkungen haben, wie etwa wiederum ein erhöhtes Aufkommen von Algen. Aus diesem Grunde muss sich der Aquarianer mit der geeigneten Beleuchtungsdauer für sein Aquarium auseinandersetzen. Die ideale Dauer ist dabei natürlich auch von den Pflanzen und Tieren abhängig, die im Aquarium gepflegt werden. Als Anhaltspunkt kann man allerdings angeben, dass eine Beleuchtungsdauer von 8 bis 12 Stunden pro Tag – auch in Abhängigkeit von der Größe des Aquariums – häufig geeignet ist. Dabei muss diese Beleuchtungsdauer nicht an einem Stück absolviert werden. Viele Aquarianer schwören auf eine Unterbrechung der Beleuchtung nach der Hälfte der Zeit, da vermutet wird, dass diese Pause von unerwünschten Algen nicht gut vertragen wird. Unterbrechungen sollte man allerdings immer nur dann durchführen, wenn bereits 5-6 Stunden eine Beleuchtung im Aquarium stattgefunden hat. Um die Beleuchtungsintervalle genau einhalten zu können, empfiehlt sich der Einsatz einer Zeitschaltuhr. Tiere und Pflanzen gewöhnen sich an die in festen Intervallen stattfindende Beleuchtung, sodass Veränderungen der einmal eingeführten Beleuchtungszeit nur behutsam vorgenommen werden sollten.